Ergonomisches Handling ohne Säulenmanipulator: eine einfache, kompakte und maßgeschneiderte Lösung

Linear Hubachse Manipulator pneumatisch mit Greifer

Eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Säulenmanipulatoren

Wenn eine Anwendung das Aufnehmen, Anheben und vertikale Positionieren eines Bauteils erfordert, ist es nicht immer notwendig, auf einen herkömmlichen, auf einer Säule montierten Industrieroboter zurückzugreifen.

Move Italy entwickelt unter der Marke Maniflex auch kompaktere und leichter integrierbare Lösungen, wie beispielsweise diesen Manipulator mit pneumatischem Hubzylinder, der für den Einbau unter einem Auslegerkran, einer Hängekonstruktion oder einem bereits im Werk vorhandenen Schiebesystem konzipiert ist.

Eine konstruktiv einfache Lösung, die sich jedoch als äußerst wirksam erweist, wenn es darum geht, die Ergonomie zu verbessern und sich wiederholende Handhabungsvorgänge zu beschleunigen.

Die vertikale Bewegung erfolgt über den Zylinder, der Arbeitsradius über den Kran

Das Funktionsprinzip ist einfach.

Der Pneumatikzylinder steuert die vertikale Bewegung der Last und ermöglicht es dem Bediener, diese kontrolliert und mit äußerst geringem körperlichem Kraftaufwand anzuheben und abzusenken.

Die horizontale Bewegung und der entsprechende Aktionsradius hängen hingegen von der Konstruktion ab, an der das System installiert wird.

Bei einem Schwenkkran beispielsweise folgt der Zylinder ganz natürlich dem unter dem Kranausleger verfügbaren Arbeitsbereich, sodass der Bediener das Bauteil zwischen verschiedenen Punkten des Arbeitsbereichs transportieren kann.

Dadurch lässt sich eine besonders kompakte Förderlösung realisieren, bei der bereits in der Produktionsstätte vorhandene Infrastruktur optimal genutzt wird.

Eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Säulenmanipulatoren

Gelenkige Industrieroboter stellen die ideale Lösung für zahlreiche komplexe Anwendungen dar, insbesondere wenn große Arbeitsradien, Drehungen, Neigungen oder Bewegungen in mehrere Richtungen erforderlich sind.

Es gibt jedoch viele Anwendungen, bei denen die erforderliche Hauptbewegung im Wesentlichen vertikal ist.

In solchen Fällen kann ein hängender pneumatischer Heber eine einfachere und kostengünstigere Alternative darstellen, wobei die wesentlichen ergonomischen Vorteile des unterstützten Materialtransports erhalten bleiben.

Das Fehlen einer speziellen Tragkonstruktion ermöglicht es zudem:

  • bereits installierte Auslegerkräne oder Hängekonstruktionen nutzen;
  • den Platzbedarf auf dem Boden zu verringern;
  • die Integration in den Arbeitsplatz zu vereinfachen;
  • die Investitionskosten im Vergleich zu komplexeren Handhabungssystemen gering zu halten;
  • ergonomische Arbeitsplätze zu schaffen, die speziell auf den Produktionsprozess zugeschnitten sind.

Von der Palette bis zur Produktionslinie: eine typische Anwendung

Ein besonders anschauliches Beispiel ist das „Pick-and-Carry“-Verfahren beim Transport von Industriekomponenten von der Palette zur Produktionslinie.

Stellen Sie sich einen Mitarbeiter vor, der wiederholt einen Motor oder ein mechanisches Bauteil von einer Palette entnehmen und es auf einer Maschine, einer Montagelinie oder einem Arbeitsplatz positionieren muss.

Der pneumatische Heber ermöglicht es, das Bauteil mit dem dafür vorgesehenen Werkzeug aufzunehmen, es nahezu mühelos anzuheben und es mithilfe der Bewegung des Auslegerkrans an die gewünschte Position zu bringen.

Sobald der Zielpunkt erreicht ist, ermöglicht der Zylinder das präzise Absenken der Last.

Der Bediener steuert die Bewegung, anstatt das Gewicht physisch zu tragen.

Dieses Konzept kann dazu beitragen, sich wiederholende Arbeitsabläufe ergonomischer, flüssiger und kontrollierter zu gestalten.

Nicht nur Greifer: ein je nach Last konfigurierbares System

Einer der Hauptvorteile dieser Lösung ist die Möglichkeit, das Greifsystem vollständig individuell anzupassen.

Der Hubzylinder kann nämlich mit verschiedenen Arten von Ausrüstung kombiniert werden, darunter:

Mechanische oder pneumatische Greifer, ideal für Bauteile mit definierten Geometrien und spezifischen Greifpunkten.

Magnetsysteme, die zum Transport ferromagnetischer Werkstücke eingesetzt werden können.

Saugnäpfe und Vakuumsysteme, die sich besonders für ebene Oberflächen oder Bauteile eignen, an denen ein herkömmlicher mechanischer Griff nicht möglich ist.

Die Ausrüstung wird unter Berücksichtigung von Merkmalen wie Gewicht, Geometrie, Material, Oberfläche, Schwerpunkt, Ausrichtung und der Art und Weise, wie das Bauteil abgelegt werden soll, ausgewählt und konstruiert.

Vom Kundenbedarf zur Lösung: Der Ansatz von Move Italy

Dieses System spiegelt die Philosophie wider, nach der Move Italy seine Lösungen für Hebetechnik und Materialtransport entwickelt.

Nicht immer ist eine Standardmaschine die richtige Lösung.

Wir gehen von der konkreten Anwendung des Kunden aus: Wir analysieren das zu transportierende Bauteil, das Gewicht, die Taktfrequenz, den verfügbaren Platz, den Standort des Bedieners sowie die gegebenenfalls bereits im Werk vorhandene Infrastruktur.

Aus dieser Analyse kann sich eine völlig neue Lösung ergeben oder, wie in diesem Fall, ein System, das so konzipiert ist, dass es sich nahtlos in einen bereits installierten Auslegerkran einfügt.

Die Möglichkeit, maßgeschneiderte Greifer, Saugnäpfe, Magnetsysteme und Spezialvorrichtungen zu entwickeln, ermöglicht es zudem, dasselbe Handhabungsprinzip an sehr unterschiedliche industrielle Anwendungen anzupassen.

Eine prozessorientierte Lösung

Das Ziel besteht also nicht lediglich darin, einen Hebezug bereitzustellen.

Das Ziel besteht darin, ein System zu entwickeln, das zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Produktionsprozesses wird.

In manchen Anwendungsfällen kann ein vollwertiger Knickarmroboter erforderlich sein. In anderen Fällen kann die effektivste Lösung wesentlich einfacher sein: ein Pneumatikzylinder, das richtige Greifsystem und eine bereits im Unternehmen vorhandene Hebevorrichtung.

Gerade in der Fähigkeit, diesen Unterschied zu erkennen, kommt der Ansatz von Move Italy im Bereich der industriellen Fördertechnik zum Ausdruck.

Analysieren. Planen. Integrieren.

Um eine Förderlösung zu entwickeln, die wirklich auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist.

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